Gold schlägt alle Erwartungen der Wall Street

Im ersten Quartal 2014 haben namhafte Wall-Street-Häuser regelmäßig Berichterstattungen, Prognosen und gar umfassende Jahrbücher über Gold geschrieben, die keine nennenswert negativen oder positiven Preisentwicklungen bis Ende 2015 vorhersahen. Wie wir alle wissen, ist der Goldpreis vom ersten Quartal 2014 bis Ende 2015 in US-Dollar um 20 Prozent gefallen, während in Europa der Preis je Unze in Euro währungsbedingt um 5 Prozent auf rund 1.000 Euro kletterte.

Nachdem der Goldpreis im ersten Quartal 2016 weiter zulegen konnte – um 16 Prozent in US-Dollar und um 17 Prozent in Euro – und damit alle fürs gesamte Jahr 2016 im Markt abgegebene Prognosen nach nur drei Monaten übertraf, rechneten Investmenthäuser bis Ende des Jahres nicht mit weiteren großen Kursbewegungen. Sie gingen nur von einer leicht positiven Performance zum damaligen Preis aus und empfahlen generell „auf Sicht zu fahren“. Doch bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 konnte der Goldpreis erneut um 12 Prozent in Euro bzw. 9 Prozent in US-Dollar zulegen.

Man halte es also mit Konfuzius, der sagte: „Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken: Sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben“. Die bisherigen kaum zutreffenden Prognosen der letzten Jahre sollten Goldliebhabern also Mut und Grund geben, sich eine eigene, langfristig orientierte Meinung über Gold zu bilden, und sich im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten und Bedürfnisse nicht von der „Marktlogik“ von „Wall-Street-Orakeln“ beeinflussen lassen.

Wenn wir die Preisentwicklung der letzten zehn Jahre betrachten, erscheint der langfristige positive Trend des Goldpreises nach wie vor intakt: Im Juni 2006 lag die Unze Gold bei 460 Euro (580 US-Dollar), heute ist sie bei ca. 1.200 Euro (1350 US-Dollar): Hat 2006 irgendjemand aus der Bankenwelt je ernsthaft prognostiziert, dass der Goldpreis auf 1.375 Euro (1.800 US-Dollar) steigen könnte? Nie und nimmer. Oder bei den Höchstständen im Jahr 2012, dass der Preis bis auf 875 Euro (1.000 US-Dollar) fallen würde? Ebenso niemand. Anhand solcher online noch lesbarer  alter Prognosen kann man erkennen, wie kurzsichtig sie waren. Langfristige Ziele brauchen aber Visionen! Daher lautet an dieser Stelle die beste Empfehlung, sich auf den eigenen Menschenverstand zu konzentrieren und nicht den kurzsichtigen Prognosen der Wall Street zu folgen, denn warum sollte Gold nicht in zehn Jahren für 2.750 Euro oder gar mehr gehandelt werden?

 

 

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